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FlyLady-Reihe: Teil 4 – Wieso du die Märtyrer-Haltung ablegen solltest

Als ich das Buch gelesen habe, gab es natürlich viele Momente, wo ich mir dachte: „Ach so ist das!“, „Macht Sinn!“, „Klingt logisch!“. Aber in keinem Kapitel habe ich mich so wiedergefunden, wie in Kapitel 5 – Haltung ist alles.

In dem Kapitel geht es darum, welche Haltung man zur alltäglichen Arbeit und im Umgang mit der Familie pflegt. Die sogenannte Haltung des Märtyrers wird beschrieben und verdeutlicht. Das Kapitel befasst sich aber auch damit, dass man als Vorbild voran gehen soll und zeigt auf, welche Vorteile das mit sich bringt.

Frage dich selbst …

Zu Beginn des Kapitels werden einige Fragen gestellt, die ich an dieser Stelle verkürzt übernehmen möchte, weil sie die Thematik auf den Punkt bringen.

  • Beschwerst du dich wiederholt darüber, dass du die einzige Person bist, die etwas im Haus tut?
  • Wirfst du das Handtuch, wenn du etwas aufräumst und 2 Stunden später wieder alles so ist, wie es vorher war?
  • Schmollst du, wenn du andere nicht dazu motivieren kannst, ihren Teil beizutragen?
  • Putzt du nur, wenn du wütend und verärgert bist?
  • Hörst du dich streng und unfreundlich an, wenn du Arbeit delegierst?
  • Wenn du kochst, weigerst du dich die Küche danach aufzuräumen, weil du deinen Teil schon geleistet hast?

Und nun frage dich: Verhältst du dich wie ein Märtyrer?

Ändere deine Haltung

Bei mir war die Sache relativ klar. Ich las die Fragen und dachte nur: „ja, ja, ja“. Deswegen war das für mich auch ein Schlüsselkapitel des Buches. Das ist mir vorher natürlich noch nie so aufgefallen, weil auch nie jemand solche Fragen gestellt hatte. Aber ich musste mir eingestehen, dass ich mich als Märtyrer wieder fand.

Seitdem mir das bewusst ist, versuche ich stetig meine Haltung langfristig zu ändern. Einerseits gebe ich mir Mühe einen freundlicheren Ton aufzulegen, wenn ich um Mithilfe bitte. Mit einem strengen, unfreundlichen Ton kam ich bis jetzt ja nicht weit.

Andererseits versuche ich mich nicht mehr aufzuregen, wenn ich eine Arbeit schon wieder alleine oder wiederholt mache.

Die Motivation der Anderen

Bei mir und meinem Freund ist es so, dass ich meistens morgens die Spülmaschine alleine ausräumen muss. Mein Freund muss sehr früh morgens zur Arbeit und hat dann keine Lust bzw. keine Zeit dafür. Vor dem Buch habe ich mich darüber aufgeregt. Ich dachte mir, warum muss ich immer die Spülmaschine machen. Das ist doch ungerecht.

In letzter Zeit stehe ich einfach 10 Minuten früher auf, um Zeit für diese Aufgabe zu haben und beschwere mich da auch nicht mehr drüber. Einmal war die Spülmaschine abends fertig und ich bin aufgestanden und habe kommentarlos angefangen sie auszuräumen. Und weißt du, was dann geschah?

Mein Freund kam in die Küche geeilt, um mir zu helfen. Er wollte nicht, dass die ganze Arbeit an mir hängen bleibt. Da habe ich das erste Mal gemerkt, dass meine Haltung durchaus andere motivieren kann. Das hat mich dann überzeugt, dass das die Zukunft sein sollte. Es ist ein deutlich netterer und respektvollerer Umgang untereinander und die Hausarbeit wird dennoch gemeinsam getan. Und wenn dann doch mal einer etwas alleine macht, gibt man sich Mühe dem anderen zu zeigen, dass man das schätzt und dankbar ist.

Wer übernimmt welche Aufgaben?

Ein weiterer Punkt über den ich mittlerweile auch vermehrt nachdenke ist die Tatsache, wer was im Haushalt tut. Ich habe mich davon gelöst, dass alle Tätigkeiten 50/50 geteilt werden müssen. Ich mache zum Beispiel, wie bereits erwähnt, häufiger die Spülmaschine. Oder kümmere mich um die Wäsche oder bringe den Müll raus. Dafür macht mein Freund eher handwerkliche Dinge und kümmert sich um Technikprobleme.

Jeder hat seine Aufgabe und seine Berechtigung im Haushalt. Der eine kann oder mag das lieber als der andere. Und das ist vollkommen in Ordnung so! Ich bin FlyLady sehr dankbar für diesen Denkanstoß, weil es für mich bereits so viel bewirkt hat und das Zusammenleben und die Hausarbeit bereits deutlich harmonischer hat werden lassen.

Findest du dich in dieser Haltung auch wieder? Wie ist die Aufteilung bei euch geregelt? Erzählt mir gerne davon.

Lese auch gerne meine weiteren Beiträge zur FlyLady-Reihe. Los geht es hier und sicher dir unbedingt noch das Buch.

Benötigst du zusätzliche Hilfe? Schreib mir gerne.

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> Teil 5: In 66 Tagen zur Routine

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