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Warum uns Unordnung erschöpft | 9 Gründe | Minimalismus

Ich weiß nicht, ob es dir ähnlich geht, aber ich persönlich hasse Unordnung und liebe Ordnung. Schon als Kind konnte ich unordentliche Zimmer einfach nicht ertragen. Ins Bett gehen ohne das Zimmer aufzuräumen? Unvorstellbar. Meine Mama war darüber wohl sehr froh. Zumindest bis die Pubertät kam und ich das mit der Ordnung auch nicht mehr so genau genommen habe. Aber das ist ein anderes Thema.

Grundsätzlich habe ich mich in einem aufgeräumten Zuhause aber immer wohler gefühlt. Oder andersrum: In einem sehr chaotischen unaufgeräumten Zimmer habe ich mich nicht gut aufgehoben gefühlt. Irgendwie hat mich das Ganze innerlich sehr gestresst und unruhig gemacht. Warum fühlen wir Menschen uns in ordentlichen Umgebungen wohler? Warum macht uns Unordnung so sehr zu schaffen?

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Grund 1: Unordnung macht den Alltag mühsamer und frisst Zeit und Energie

Du hast sicherlich schonmal den Spruch „Ein Genie beherrscht das Chaos“ gehört. Oder auch gerne genommen: Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum suchen. Tatsächlich stimmt keine dieser beiden Aussagen. Unordnung erschwert letztlich unseren Alltag. Es stehen bestimmte Dinge im Weg, man findet gewisse Sachen nicht so schnell und die tägliche Haushaltsroutine dauert deutlich länger, weil man erst ganz viel auf Seite räumen muss. Das frisst einerseits natürlich Zeit, weil tägliche Aufgaben schlichweg länger dauern. Andererseits raubt Unordnung aber auch deine Energie, die du im besten Fall für wichtigere Dinge und Entscheidungen in deinem Alltag aufsparen solltest.

Grund 2: Unordnung lässt uns ständig nach etwas suchen

Ich habe bisher noch nie einen Menschen kennengerlernt, der gerne nach etwas gesucht hat. Auch Menschen, die prinzipiell eher unordentlich veranlagt sind, wollen nicht ewig suchen, bis sie das Gesuchte endlich gefunden haben. Chaos erschwert natürlich die ganze Sucherei, weil alle Räume, Schränke und Schubladen viel voller sind und man so gar keinen richtigen Überblick hat. Wenn Dinge bei dir keinen festen Platz haben, hast du quasi unendlich viele Möglichkeiten, wo du nach diesem Gegenstand suchen kannst.

Grund 3: Unordnung lenkt ab und überstimuliert

Struktur, klare Linien und Ordnung sorgen für einen ruhigen und entspannten Blick. Viele Menschen empfinden die Räume, die diese Kriterien erfüllen als entspannend und inspirierend. Unordnung auf der anderen Seite bezweckt das genaue Gegenteil. Stell dir einen Raum vor, der picke packe vollgestellt ist. Unzählige Schränke, Möbelstücke und offene Regale mit Büchern, Geschirr und Dekorationsgegenständen. Einerseits kann man denken: Hier gibt es eine Menge zu sehen und zu erkunden. Die Gefahr ist aber, dass diese Unordnung dich sehr ablenkt und überstimulierend wirken kann.

Unordnung erschöpft

Grund 4: Unordnung erinnert uns ständig daran, was wir eigentlich mal tun sollten

Da wollte man nur eine Folge schauen und schon versackt man bei seiner Lieblingsserie auf dem Sofa. Wer kennt es nicht?! Jeder von uns hat gewisse Aufgaben und Verpflichtungen im Leben. Oftmals sind genau das die unangenehmen Dinge, die man gerne vor sich herschiebt. Das kann natürlich auch Ausmisten und Ordnung schaffen sein. Wenn so etwas ansteht, ist gefühlt jede Tätigkeit besser und interessanter als das, was man eigentlich tun sollte. Unordnung hält uns quasi den Spiegel vor. Wer Ordnung hält, kann sich getrost eine oder zwei oder drei Folgen seiner Lieblingsserie gönnen.

Grund 5: Unordnung überfordert uns

Unser Tag ist oftmals durchgeplant und getaktet. Wenn man dann den Entschluss gefasst hat Unordnung zu beseitigen, kommt häufig die Überforderung. „Ich habe eh kaum Zeit“, „In einer Stunde muss ich schon los“, „Ich muss noch einkaufen gehen“ – Überforderung hat viele Gesichter. Man weiß einfach nicht genau, wann, wie und wo man beginnen soll. In meinem letzten Video habe ich dir bereits 10 Dinge vorgestellt, mit denen du deine Ausmistaktion starten kannst. Schau dort gerne mal vorbei. Ich verlink dir das Video oben.

Grund 6: Unordnung gibt uns das Gefühl, die Kontrolle verloren zu haben

Ich kann von mir selber berichten, dass ich durch das Ausmisten und den Minimalismus das Gefühl hatte, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Unordnung gibt uns oft ein Gefühl von „etwas nicht kontrollieren zu können„. Es sieht so chaotisch aus, dass man glaubt nicht mehr Herr oder Frau der Lage zu sein. Irgendwann nimmt die Unordnung Überhand und man fühlt sich hilflos keine Kontrolle zu haben.

Grund 7: Unordnung vermittelt den Eindruck nie fertig zu sein

Auch dieses Gefühl kenne ich sehr gut. Man räumt auf und keine Stunde später fragt man sich, was man eigentlich die letzten Stunden getan hat. Grund ist häufig, dass man noch zu viel Gerümpel besitzt. Dann kannst du noch so viel aufräumen – du wirst nie richtig fertig werden. Unordnung vermeiden startet immer mit Ausmisten.

Grund 8: Unordnung ruft Scham- und Schuldgefühle hervor

Im Grunde finden sehr viele Menschen ordentliche Wohnungen deutlich schöner. Es sieht strukturierter, entspannter und ästhetischer aus. Darum führt Unordnung häufig dazu, dass man sich selber schuldig fühlt und eine gewisse Scham empfindet, wenn es bei einem Zuhause nicht so aussieht. Wenn dann noch urteilende Worte der Mitmenschen dazukommen, werden diese Gefühle nur umso stärker.

Unordnung ruft Schamgefühle hervor

Grund 9: Unordnung lässt uns nicht abschalten

Entspannung, Achtsamkeit und Ruhe ist so lebensnotwendig. Generell leben wir in einer sehr schnelllebigen Welt, die sich sehr rasant weiterentwickelt. Was heute noch neu ist, ist morgen schon überholt. Deshalb ist es wichtig sich Zuhause eine kleine Oase zu schaffen, wo man Ruhe findet und abschalten kann. Ein Ort, wo an dem man sich nur auf sich selber konzentriert und alle äußeren Einflüssen für eine gewisse Zeit von sich schieben kann. Um eine solche Ruhe-Oase schaffen zu können, ist eins besonders wichtig: Genau, Ordnung. Denn Unordnung – so haben wir in den vorangegangenen Punkten gelernt, führt zu Frustration, Zeitverlust, Ablenkung, ein schlechtes Gewissen, Scham, Kontrollverlust und Schuldgefühlen.

All diese Emotionen hindern uns daran, abzuschalten. Sei dir bewusst, welchen Einfluss Unordnung auf dich, dein Leben und deine Mitmenschen hat und wie viel besser bestimmte Lebensbereiche funktionieren, wenn wir Ordnung halten.
Hierzu noch eine Buchempfehlung von Lina Jachmann – Einfach leben*

Fazit

War dir bewusst, warum Unordnung uns Menschen so sehr erschöpft? Welcher Faktor hat dich am meisten überrascht? Schreib es mir gerne in die Kommentare.

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