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Warum Essensplanung durchaus sinnvoll ist

Wann in der Woche gehst du einkaufen? Gehst du einmal oder mehrmals? Überlegst du dir vorher, was es an einem Tag zu essen gibt? Oder schaust du spontan, wenn du Zuhause bist? Hast du eine strukturierte Essensplanung?

Spätestens wenn man auszieht, muss man sich mit dem Thema Einkaufen und Kochen beschäftigen. Ich habe auch als ich noch Zuhause gewohnt habe, durchaus Sachen für mich selber eingekauft und zwischendurch etwas Kleines gekocht. Zu der Zeit war ich allerdings noch sehr spontan unterwegs. Im Laufe des Tages überlegte ich, worauf ich denn Lust hatte, um dann in den Supermarkt zu flitzen. Das Problem war, ich habe öfters etwas vergessen oder hatte Sachen noch vorrätig und war mir dessen nicht bewusst. Und jedes Mal, dass ich nochmal los musste, kam ich natürlich nicht nur mit dem einen Teil zurück. Schlussendlich ging durch die fehlende Organisation viel Zeit verloren und über die Finanzen hatte ich auch keinen vollständigen Überblick.

Als ich ausgezogen bin, erinnerte ich mich, dass meine Mama früher auch immer mit Einkaufslisten losgegangen ist. So hat man zumindest seltener etwas vergessen. Ich habe viel darüber gelesen, dass es durchaus Sinn macht, Wocheneinkäufe zu machen statt jeden Tag von Neuem zu planen.

Ich nahm mir also vor, jeweils am Wochenende für die darauffolgende Woche Gerichte zu planen und zielgerichtet einkaufen zu gehen.

Montag – mein Tag der Einkäufe

In meiner FlyLady-Reihe habe ich bereits von meinem Wochenplan erzählt, den ich vor kurzer Zeit eingeführt habe. In diesem Wochenplan habe ich den Montag als meinen Tag für Einkäufe und Erledigungen ernannt. So weiß ich genau, dass ich immer montags einkaufen gehe. Ich finde es auch wichtig, solche Einkäufe unter der Woche zu machen, damit man das Wochenende frei hat und genießen kann. Welcher Wochentag steht natürlich jedem frei.

Das ich montags einkaufen gehe, steht allerdings nicht erst seit der Erstellung des Wochenplans fest. Das mache ich mittlerweile seit knapp 1,5 Jahren und es hat sich definitiv bewährt. Das Gute daran ist – ich brauche nicht nachdenken, wann ich die Einkäufe erledige. Das ist schon so in mir drin, dass ich sonntags weiß: „Essensplanung machen – morgen geht’s einkaufen“.

Die Vorteile der Einkaufsliste und Essensplanung

Eine Einkaufsliste zu schreiben und Essen zu planen hat aus meiner Sicht wahnsinnige Vorteile. Zum einen vergisst man schlichtweg weniger. Man arbeitet die Liste nach und nach ab. Ich nehme mir auch immer einen Stift mit und streiche alle Dinge durch, um nichts zu übersehen. Des Weiteren spart man Zeit – und zwar erheblich! Ich bin meistens in gerade mal 30 Minuten aus dem Supermarkt raus. Das liegt daran, dass ich den Aufbau des Supermarktes mittlerweile sehr gut kenne und meine Liste meistens auch nach Themen sortiere. So gehe ich sehr strukturiert durch den Laden. Zu guter Letzt spart eine Einkaufsliste und Essensplanung viel Geld. Du kennst das sicherlich auch – man hat nur die Milch vergessen, fährt nochmal los und kommt trotzdem mit 10 Teilen wieder. Auch mir gelingt es nicht, mich nur auf das Nötige zu fokussieren, wenn ich mehrmals die Woche einkaufen gehe.

Dadurch, dass ich im Vorhinein für jeden Tag der Woche ein Gericht eingeplant habe, kaufe ich auch wirklich nur das ein, was ich benötige. Abgesehen von ein bisschen Schokolade, was nie fehlen darf! So kommt es auch, dass mein Kühlschrank sonntags relativ ärmlich aussieht. Es ist eben ziemlich leer. Aber einzig aus dem Grund, dass ich alles andere bereits verbraucht habe. Das hat natürlich den schönen Nebeneffekt, dass ich aus weniger Sachen wegschmeißen muss. Ich weiß immer, was ich im Kühlschrank habe und benutze alles die Woche über.

Gerichte für 7 Tage im Voraus planen – geht das?

Öfter habe ich aus meinem Freundeskreis die Frage gehört, wie ich denn für 7 Tage im Voraus planen kann. Woher weiß ich am Sonntag, dass ich nächste Woche Donnerstag Lust auf Pasta habe? Ich gebe zu – ich kann die Gedanken verstehen. Zeitgleich muss ich aber sagen, dass das nie ein Problem war. Natürlich ist man in der Spontanität etwas eingeschränkt. Aber wenn ich auf etwas an dem Tag wirklich gar keine Lust habe, dann kann ich immer noch einen Tag wechseln. Und bei der Essensplanung suche ich mir natürlich auch Gerichte aus, die ich prinzipiell mag. Ich baue auch gerne 2-3 Tage neue Rezepte ein, um meinen kulinarischen Horizont zu erweitern.

Voraussetzung für so eine Planung ist natürlich, dass man auch gerne kocht. Glücklicherweise koche ich wirklich gerne und habe das auch so von Zuhause mitbekommen. Eine warme Mahlzeit am Tag sollte schon sein, damit man nicht nur zwischen Tür und Angel Süßes etc. in sich hinein stopft.

Ein weiterer Vorteil an der Planung ist auch, dass ich nicht jeden Tag vor dem Kühlschrank stehe und überlege, was es denn zu essen geben könnte. Das ist ähnlich wie mit dem Outfit am Morgen. Wer sich das Outfit bereits am Abend überlegt, spart morgens Zeit und Energie für wichtigere Dinge.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich wirklich nur sagen – Einkaufslisten und Essensplanung lohnt sich! Nimm dir die Zeit, Prospekte durchzustöbern und gezielt einkaufen zu gehen. Denn sind wir mal ehrlich: Einkaufen ist auch keine Lieblingsbeschäftigung. Auch wenn es natürlich manchmal schön ist, sich von diversen Lebensmitteln inspirieren zu lassen. Und dein Geldbeutel wird es dir definitiv danken! Probier es mal aus und teile gerne deine Erfahrungen.

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