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Rawlution Saftkur – Ein Erfahrungsbericht

Der Trend Saftkur

Saftkuren gehören momentan zu den neuesten Trends. Eine Saftkur ist gut zum Entgiften und zum Entschlacken. Überall im Netz liest man, dass sich im Körper über Jahre hinweg, Schadstoffe und Schlacke ansammeln. Eine Saftkur soll eine Art „Reset“ für den Körper bedeuten, um sich dieser Stoffe zu entledigen. Saftkuren nehmen zwischen ein und fünf Tagen in Anspruch, an denen ausschließlich Säfte, zuckerfreier Tee und Wasser konsumiert werden dürfen. Als Konsequenz soll der Körper entschlackt und die Fettverbrennung angekurbelt werden; das persönliche Energielevel und Wohlbefinden soll sich steigern.

Letztes Jahr habe auch ich eine Saftkur ausprobiert und möchte euch gerne meine Erfahrungen mitteilen. Vorweg möchte ich allerdings sagen, dass ich diese Saftkur ehrlich gesagt nicht zum Entschlacken gemacht habe. Ich habe im Vorhinein viel über das Thema gelesen. Eine Reihe von Ärzten sind der Meinung, dass sich im Körper keine Schadstoffe und Schlacke ansammeln. Laut deren Meinungen reinigt sich der Körper sozusagen selber. Eine Saftkur wäre also zumindest nicht notwendig um den Körper zu entschlacken.

Ich muss ehrlicherweise sagen, dass das auch meine Meinung ist. Ich bin überzeugt davon, dass der Körper automatische Mechanismen hat, um sich selber gesund zu halten. Trotzdem wollte ich es gerne einmal ausprobieren und erleben, wie es sich anfühlt, ein paar Tage lang keine feste Nahrung zu sich zu nehmen.

Meine Erfahrung mit Rawlution

Für meine Saftkur habe ich damals den Anbieter Rawlution gewählt, da er einfach das beste Preis-Leistungsverhältnis gerechnet auf den Liter anbot. Die Bestellung war einfach – ich probierte die 5-Tages Refresh Kur aus. Es bot eine gute Mischung aus fruchtigen und grünen Säften. Die Lieferung erfolgte innerhalb weniger Tage problemlos. Du solltest allerdings schauen, dass du vorher Platz im Kühlschrank schaffst. Es sind in der Masse schon einige Säfte.

Ich habe vorhin nochmal auf der Webseite geschaut. Als ich die Kur damals gemacht habe, gab es am Tag „nur“ 6 Säfte, mittlerweile sind es 8 Säfte. Und auch die Reihenfolge hat sich geändert. Aber vom Rezept her sind es die gleichen Säfte geblieben. Ziel ist, circa alle 2 Stunden einen Saft zu trinken.

Der Geschmackstest

  • Master Cleanse (Wasser, Zitrone, Agavensirup, Cayenne Pfeffer): Kann man super trinken. Schmeckt meiner Meinung nach wie Zitronenlimonade
  • Pure Shine (Karotte, Apfel, Orange, Ananas, Zitrone, Kurkuma): Lecker – Karotte ist sehr dominant. Hat für meinen Geschmack immer sehr gesättigt
  • Beet Royal (Apfel, rote Beete, Orange, Acai, Ingwer): Dieser Saft wurde von Tag zu Tag besser. Schmeckt absolut nach roter Beete. Muss man mögen – gegen Ende hab ich den Saft aber durchaus gern getrunken.
  • Green Love (Apfel, Sellerie, Gurke, Grünkohl, Spinat, Zitrone, Minze): Der erste grüne Saft. Dominierend war hier die Gurke und Minze. Durchaus frisch und gut trinkbar
  • Berry Babe (Wasser, Erdbeere, Kirsche, Himbeere, Reissirup, Zitrone): Absoluter Favorit! Sehr frisch und beerig! Yammi!
  • Good Vibes (Apfel, Grünkohl, Zitrone): Den mochte ich am wenigsten. Es sind leider nur sehr wenige Zutaten drin, sodass es sehr nach Grünkohl schmeckte, was ich nicht so lecker fand.

Grundsätzlich konnte man alle gut trinken. Ich muss auch ehrlich sagen, man gewöhnte sich dran. Auch deswegen würde ich eher 5 Tage als 3 Tage empfehlen, weil ich es eigentlich erst am 3. Tag ganz lecker fand und es schade gefunden hätte, wenn es dann schon vorbei gewesen wäre.

Mein persönliches Empfinden

Zwei Tage vor der Saftkur habe ich darauf geachtet, etwas weniger zu essen und bsp. auf Kohlenhydrate zu verzichten. Das hilft, damit man nicht so ein starkes Hungergefühl hat und der Körper sich einfach schon ein wenig darauf einstellen kann. Meiner Meinung nach absolut essentiell! Solltest du unbedingt tun!

Am ersten Tag der Saftkur war ich natürlich super gespannt, wie die Säfte schmecken. Da hatte ich weder Hungergefühle noch irgendwelche Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen o. Ä. Der Tag ging super schnell rum und ich freute mich auf Tag 2.

Die darauffolgenden Tage liefen sehr gut. Natürlich ist das sehr individuell, wie gut man so einen Essensverzicht verträgt. Ich kann aber sagen, dass ich an keinem Tag Kopfschmerzen hatte. Hunger hatte ich schon mal abends ein bisschen. Ich bin dann extra etwas früher ins Bett gegangen, um nicht nach dem letzten Saft noch so lange wach zu sein. Ich habe mich sehr gut gefühlt. Anzeichen von Schwindel, Schwäche o. Ä. hatte ich glücklicherweise nicht. Ab Tag 3 hatte ich dafür wirklich Schwierigkeiten alle 2 Stunden einen Saft zu trinken. Der Körper hatte sich schon so daran gewöhnt, dass es kein Essen gab, dass ich einfach keinen Hunger hatte und schlicht satt war. Da muss man aber dran bleiben und auch neben den Säften mindestens 2 Liter Wasser pro Tag trinken, um den Körper am laufen zu halten.

Über die Tage habe ich natürlich auch Gewicht verloren, aber das ist hauptsächlich Wasser. Zum Abnehmen oder als Diät dient eine Saftkur definitiv nicht.

Falls du eine Saftkur gemacht hast oder mal eine ausprobieren möchtest, kann es natürlich sein, dass es dir etwas anders ergehen wird. Ich war ganz happy, dass es mir offensichtlich sehr gut getan hat und ich mich eher fitter als schwächer gefühlt habe.

Meine Erkenntnis

Diese 5 Tage habe mir aber in einer Sache wirklich die Augen geöffnet – und zwar wie viel Zeit man am Tag investiert rund um das Thema Essen! Essen planen, Essen einkaufen, Essen kochen, Essen verspeisen. Das war mir vorher überhaupt nicht so bewusst. Allein schon morgens. Normalerweise nehme ich mir immer etwas Brot und Obst mit. In den 5 Tagen habe ich morgens nur eben meine Säfte aus dem Kühlschrank genommen und bin ins Büro gefahren. Eine Sache von einer Minute.

Nach dem Feierabend bin ich sehr häufig noch raus gegangen spazieren. Ich musste ja schließlich nicht kochen. Ich habe gemerkt, wie viel Zeit man einfach hat, um sich anderen Dingen zu widmen. Das habe ich wirklich sehr genossen.

Dennoch habe ich mich natürlich auch wieder aufs Essen gefreut. Während der 5 Tage habe ich schon viel über Essen nachgedacht. Ich hatte ganz viele Ideen an Rezepten, die ich gerne essen würde nach der Kur. Da habe ich zum Beispiel auch gemerkt, dass meine Essensgelüste nicht um Süßes kreisen. Das hat mir offensichtlich gar nicht so sehr gefehlt, wie ich vorher gedacht hatte.

Das erste Mal wieder etwas zu beißen – bei mir war es ein Apfel – war ziemlich unglaublich! Ich hatte ein viel größeres Bewusstsein fürs Essen und habe es in vollen Zügen genossen. Das ist für mich auch meine Quintessenz, die ich aus der Saftkur ziehe.

Wenn man ein paar Tage auf feste Nahrung verzichtet, entwickelt man eine sehr große Dankbarkeit für Essen. Man lernt es viel mehr zu schätzen und isst eher wie ein Genießer. Im Laufe der Monate und in unserer Konsumwelt verblasst dieses Gefühl leider auch wieder.

Aus diesem Grund schließe ich auch nicht aus, dass ich bald nochmal eine machen werde. Dann gerne auch bei einem anderen Anbieter, um noch andere Säfte probieren zu können. Das ist ja immer das Spannendste am ersten Tag! 🙂

Hast du auch schon Erfahrungen mit Saftkuren gemacht oder überlegst eine auszuprobieren? Erzähl mir davon – ich freu mich von deinen Erfahrungen zu lesen!

2 Kommentare

  1. Hanna

    Ich finde deine Erfahrungen wirklich sehr interessant. Da merkt man wieder wie unterschiedliche Menschen sind. Bei meiner ersten Saftkur hatte ich echt Probleme durchzuhalten. Mittlerweile mache ich solche Kuren ca. 1-2/Jahr und es fällt mir schon um einiges leichter. Ich habe mir in einem Gesundheits-Coaching in der https://www.praxis-natur-heilung.at den Anreiz dafür geholt.
    Alles Liebe,
    Hanna

    • Hallo Hanna, da hast du Recht. Jeder reagiert auf so eine Saftkur anders. Ich war bei meiner ersten Kur auch überrascht, dass es mir verhältnismäßig leicht gefallen ist. Vielen Dank für den Link. Klingt ja spannend! Alles Gute für dich & zukünftige Kuren! Lg Anja

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