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Minimalismus: Weniger ist jetzt – Netflix Review – 5 Statements

In der Minimalismus Doku von Regisseur Matt D’Avella auf Netflix geht es um die langjährigen Freunde Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus – bekannt als The Minimalists. Sie zeigen, wie sie zum Minimalismus gefunden haben und wir im Leben weniger mehr sein kann.

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Statement 1: Menschen horten nicht ohne Grund

Menschen entwickeln aus unterschiedlichsten Gründen den Eindruck, dass Dinge und materieller Besitz glücklich macht. Bei Joshua war es zum Beispiel so, dass seine Mutter sehr arm war und keinen Sinn im Leben sah. Daraus schlussfolgerte er: Um einen Sinn im Leben zu haben, brauche ich Geld und Dinge, die ich besitze. Sein Freund Ryan hingegen unterstützte seinen Vater bei diversen Hausrenovierungen. Eines Tages hatten sie einen Auftrag in einem sehr schicken, großen Haus mit sehr vielen Gegenständen. Überall standen Familienfotos herum, auf denen eine sehr glückliche Familie zu sehen war. Ryan kam zu dem Schluss, dass er im Leben glücklich sein wird, wenn er ein großes Haus besitze.

Wenn du dich für Minimalismus interessierst, dann stell dir einmal die Frage, warum du glaubst, dass Besitz, Konsum und generell Materialismus zum Leben dazu gehört bzw. glücklich macht. Hinterfrage das, bevor du einen Schritt weiter gehst und dich ans Ausmisten machst.

Statement 2: Werbung beeinflusst unser Kaufverhalten

Das ist erstmal nichts Neues. Du hast sicherlich schon mal den Spruch gehört: Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, mit Geld, was wir nicht haben, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen. Oder?

Werbung ist einfach ein sehr starkes Marketing-Tool, um uns potentiellen Kunden Bedürfnisse aufzuzeigen und somit zum Kauf zu verführen. Kaufen ist für viele Menschen eine Art Belohnung und so befinden wir uns schnell in einem ständigen Teufelskreis zwischen Werbung und Kauf. Je mehr Platz ein Mensch besitzt, umso mehr tendiert dieser dazu, mehr Dinge anzuschaffen. Aber zu viele Dinge machen schlicht auf Dauer unglücklich, wenn sie Platz einnehmen, den wir für Dinge nutzen sollten, die uns glücklich machen.

Mehr zu dem Thema gibt es in diesem Artikel.

Statement 3: Menschen ist es wichtig den Schein zu wahren

Menschen sind von Natur aus soziale Wesen. Wir haben ein generelles Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Dadurch vergleichen sich Menschen sehr viel miteinander. Das passiert absolut unterbewusst. Problematisch wird es, wenn die Vergleiche vertikaler Natur sind, zum Beispiel mit Prominenten. Dieser Vergleich ist absolut unsinnig. Diese Menschen leben in einem anderen Umfeld, mit anderen Menschen und anderen Werten. Die Leben sind also überhaupt nicht vergleichbar.

Wie gesagt, passieren diese Vergleiche aber unbewusst, sprich wir können das nicht einfach abstellen. Aber die Thematik muss dir klar sein. Und wenn du dich dann vergleichst, musst du in der Lage sein einzuschätzen, ob das ein sinnvoller oder sinnloser Vergleich ist.

Statement 4: Jeder sollte das Recht auf einen Neuanfang haben

In der Dokumentation hat ein Mann gesagt: Ich musste erst alles haben, um zu realisieren, dass ich das, wonach ich strebte, nicht wollte.

Ich bin mir sicher, so geht es ganz vielen Menschen. Sie haben damals einen Job angenommen, sind eine Partnerschaft eingegangen oder sind in eine andere Stadt gezogen. Alles Entscheidungen, die den weiteren Verlauf des Lebens nachhaltig beeinflusst haben. Umso schwieriger ist es, wenn man irgendwann feststellt, dass das der falsche Weg ist. Und doch ist genau diese Erkenntnis so wichtig. Es ist immer schwieriger gegen den Strom zu schwimmen, als mit der breiten Masse. Deswegen wird du sicherlich auf Gegenwind stoßen, wenn du einen anderen Weg einschlagen möchtest. Aber sei mutig! Wenn dir durch den Minimalismus klar wird, was du möchtest im Leben, dann geh diesen Weg!

Statement 5: Minimalismus verändert uns

Minimalismus führt dazu, dass wir viele Bereiche unseres Lebens kritisch hinterfragen. Es verändert unsere Sicht auf Materielles, unser Kaufverhalten, unsere Werte und sozialen Beziehungen.

In der Dokumentation wurden neben The Minimalists auch andere Personen zum Thema Minimalismus interviewt und haben ihre persönlichen Erfahrungen geteilt. Ein älterer Mann sagte, dass er nach dem Hausverkauf mit seiner Frau komplett neu angefangen habe und seither ist alles in Ordnung. Er habe eine tiefe Gewissheit empfunden, dass alles, was er wollte, wonach er suchte und was er brauchte, bereits da war. Aufgrund des ganzen Krams habe er es schlichtweg übersehen.

Jetzt kann man argumentieren, dass „in Ordnung“ nicht das non plus ultra ist, aber ganz ehrlich – wie viele Menschen kennst du, die sagen würden, bei ihnen ist alles okay? Ich kenne keinen einzigen Menschen und ich finde es so wunderschön, dass der Minimalismus diese Sichtweise ermöglicht. Wenn es nach mir ginge, sollte das jedem Mensch möglich gemacht werden. Minimalismus kann so viel verändern.

Fazit

Der Appell am Ende der Dokumentation fordert die Zuschauer*innen auf, jeden Tag im Monat ein Teil auszusortieren. Was macht das mit dir? Tut es dir gut? Fällt es dir schwer? Das kann ein Einstieg in den Minimalismus sein, woraus sich mit der Zeit mehr entwickeln kann. Viele Menschen tun sich schwer auszusortieren, weil an den Dingen doch Unmengen an Erinnerungen stecken. Joshua sagt am Ende ein wunderschönes abschließendes Zitat:

„Unsere Erinnerungen sind nicht in den Dingen, unsere Erinnerungen sind in uns.“

Ich wünsche dir von Herzen, dass der Minimalismus dich auch inspirieren kann ein selbstbestimmtes und vereinfachtes Leben zu führen. Hast du die Dokumentation schon gesehen? Was sind deine Gedanken dazu?

Hier geht’s zum Trailer.

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