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Minimalismus und Nachhaltigkeit: Passt das zusammen?

Dass das Thema Minimalismus in meinem Leben einen besonderen Stellenwert hat, habe ich bereits im letzten Blogeintrag erklärt. Hier soll der Fokus etwas mehr auf dem Thema Nachhaltigkeit liegen. Nachhaltigkeit ist in der heutigen Zeit ein sehr wichtiges und gefragtes Thema, welches viele Menschen beschäftigt. Der Grund dafür ist, dass es weitreichende Konsequenzen für unsere Umwelt und damit auch für unser weiteres Leben hat.

Was verbindet die beiden Konzepte?

Diesen Blogeintrag möchte ich daher gerne nutzen, um zu erklären, inwieweit Minimalismus und Nachhaltigkeit aus meiner Sicht zusammenpassen. Versteckt sich hinter beiden Begriffen das Gleiche? Benötigt das eine das andere oder sind es zwei komplett unabhängige Konzepte? Am Ende gibt es dann auch noch ein paar Produktempfehlungen, um sein eigenes Leben ein Stück weit nachhaltiger und minimalistischer zu gestalten.

Was bedeuten die Begriffe überhaupt?

Unter Minimalismus versteht man die eigene Beschränkung auf das Notwendige. Minimalisten sehen sich häufig als Gegenbewegung zur Konsumgesellschaft. Für detaillierte Definitionen schaue gerne bei meinen anderen Beiträgen zu dem Thema vorbei.

Minimalismus
Die Philosophie hinter Minimalismus
Wie Minimalismus mein Leben verändert hat

Nachhaltigkeit ist ursprünglich ein Begriff aus der Forstwirtschaft und bedeutet, dass man nicht mehr Bäume abholzen soll als entsprechend nachwachsen. Das läuft sich natürlich auf andere Lebensbereiche übertragen. Im Grunde geht es immer darum, nicht mehr zu nutzen als vorhanden ist. Mittlerweile gehören zur Nachhaltigkeit noch Aspekte wie eine ressourcenschonende und faire Produktion sowie der Fokus auf einer langfristigen Nutzung von Dingen.

Worin unterscheiden sich Minimalismus und Nachhaltigkeit?

Beginnen wir mit den Unterschieden. Aus meiner Sicht sind die Ursachen der beiden Konzepte unterschiedlich. Mit dem Thema Minimalismus beschäftigt man sich hauptsächlich, um sich selber etwas Gutes zu tun. Man befreit sein Leben von unnötigem Ballast und schafft Raum und Luft. Man hinterfragt sehr deutlich seinen Besitz und überlegt generell, wie wichtig materieller Reichtum ist.

Nachhaltigkeit ist für mich eher ein umwelttechnisches Thema. Der Hauptgedanke ist, der Umwelt etwas Gutes zu tun, indem man z.B. auf Plastik verzichtet. Nachhaltigkeit bringt oftmals positive Effekte für die gesamte Bevölkerung und unsere Welt als Ganzes, während Minimalismus auf einer persönlicheren Ebene stattfindet. Das ist auch der Grund, warum man aus meiner Sicht nicht darauf schließen kann, dass minimalistisch lebende Menschen zwingend nachhaltig leben bzw. nachhaltig lebende Menschen müssen nicht gleichzeitig Minimalisten sein. Die Beweggründe dahinter sind einfach verschieden.

Welche Gemeinsamkeiten gibt es?

Trotzdem gibt es eindeutige Schnittpunkte zwischen Minimalismus und Nachhaltigkeit und das ist meiner Meinung nach das Thema Konsum. In gewisser Weise konsumieren beide eingeschränkter und bewusster. Beispiel: Ein nachhaltig lebender Mensch würde zum Drucken wahrscheinlich recyceltes Papier nutzen. Ein Minimalist dagegen würde mit großer Wahrscheinlichkeit gar nicht drucken, sondern alles digital machen. Beide handeln nicht komplett gleich und trotzdem ist beides ein bewusster Konsum.

Der nachhaltige Aspekt am Minimalismus ist, dass durch den geringeren Konsum natürlich deutlich weniger Ressourcen benötigt werden für zum Beispiel die Produktion und die Transportwege. Minimalismus im Sinne der Konsumreduktion ist also durchaus nachhaltig. Sowohl Minimalisten als auch nachhaltig lebende Menschen überlegen vor Anschaffungen deutlich bewusster und wägen ab, was sie kaufen und vor allem wo. Das hat den Vorteil, dass wenn man generell bewusster und weniger einkauft, man mehr Geld spart und man dieses Geld in fair produzierte und nachhaltige Produkte investieren kann, die einem langfristig Freude machen. Der Überfluss an materiellen Dingen nimmt ab und gleichzeitig können wir die Dinge, die wir besitzen, mehr wertschätzen und länger nutzen, was natürlich ein toller Nebeneffekt ist.

Wie passen Minimalismus und Nachhaltigkeit für mich zusammen?

Für mich persönlich gehen Minimalismus und Nachhaltigkeit also trotz ihrer Unterschiede Hand in Hand. Beide Konzepte bringen Menschen generell dazu, Dinge zu hinterfragen, was vom Prinzip her immer gut ist. Meiner Meinung nach achten die meisten Menschen auch auf beides. Ich habe zum Beispiel auch mit Minimalismus angefangen und merke, wie das Thema Nachhaltigkeit nach und nach immer mehr zum Vorschein kommt und mir deutlich wichtiger wird. Ich beginne darauf zu achten, welche Produkte ich kaufe und vor allem, welche Firmen ich damit unterstütze bzw. ob ich diese Firme überhaupt mit meinem Kauf unterstützen möchte.

Nachhaltige Produktempfehlungen und weitere Tipps

Wie eingangs versprochen gibt es nun noch ein paar meiner aktuellen nachhaltigen Favoriten sowie ein paar kleinere Tipps, wie man gewisse Dinge im Alltag ganz einfach wiederverwenden kann.

Nachhaltige Produkte

Nachhaltigkeit
  • Jutebeutel: Nachdem man nun in fast allen Läden ein paar Cent für Plastiktüten bezahlen muss, nutzen sowieso schon sehr viele Leute Jutebeutel. Einfach einen Beutel mitnehmen, wenn man aus dem Haus geht. So ist man selbst für spontane Einkäufe gewappnet. Ich liebe diesen Jutebeutel* sehr.
  • Gemüsenetze: Eine tolle Alternative zu den Plastikbeutel in der Obst- und Gemüseabteilung, die man Zuhause sowieso direkt wieder entsorgt. Ich nutze diese hier*.
  • Frischhaltedosen: Natürlich habe ich auch noch diverse Vorratsdosen aus Plastik, die ich auch nicht einfach entsorge. Das wäre nicht sehr nachhaltig. Wenn ich neue kaufe, achte ich aber darauf, Plastik zu vermeiden. Diese hier von WMF* kommen komplett ohne Plastik aus und sind mit dem Frische-Ventil für alles zu gebrauchen.
  • Wiederverwendbares Backpapier: Wer den Backofen ausgiebig nutzt, hat oft einen hohen Verbrauch an Backpapier. Wiederverwendbares Backpapier kann ganz einfach in der Spülmaschine gereinigt werden und nach dem Trocken erneut genutzt werden, z.B. diese hier*. Zudem haben wir eine Backofeneinlage (ähnlich wie diese hier*), die auf dem Boden des Backofens liegt für den Fall das Fett heruntertropft o.Ä.
  • Wachstücher*: Eine nachhaltige Alternative zu Frischhaltefolie. Zu den Produkten habe ich schon mal einen separaten Eintrag verfasst.
Bienenwachstücher als Alternative zur Frischhaltefolie

Nachhaltige Tipps im Alltag

  • Nutze vorhandene Konservengläser als Vorratsgläser anstatt neue zu kaufen
  • Einige Lebensmittel bzw. Haushaltswaren sind immer noch in Plastik verpackt. Verwende Plastiktüten von Toilettenpapier oder größeren Mengen Äpfeln als Mülltüten.
  • DIY liegt total im Trend. Viele Kosmetikverpackungen kannst du dazu super weiterverwenden. Leere Deohüllen oder Cremedose schmeiße ich nicht weg, sondere nutze sie weiter, um meine eigenen Deos etc. dort abzufüllen.

Fazit

Ich hoffe, der Beitrag hat dir den Zusammenhang zwischen Minimalismus und Nachhaltigkeit etwas näher gebracht. Teile gerne deine Gedanken dazu in den Kommentaren und verrate mir auch gerne deine liebsten nachhaltigen Produkte, die du nutzt.

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