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FlyLady-Reihe: Teil 3 – Wie du die Methode für dich nutzen kannst und trotzdem deinen Grundsätzen treu bleibst

Mittlerweile hast du dich mit der grundlegenden Idee und den ersten kleineren Basics des FlyLady-Konzeptes vertraut gemacht.

In meinem heutigen Eintrag möchte ich gerne ein paar Aspekte bzw. Grundsätze ansprechen mit denen ich mich nicht hundertprozentig identifizieren kann.

Das richtige Schuhwerk nach FlyLady

Eins der wichtigsten Grundsätzen von FlyLady lautet, dass man immerzu feste Schuhe tragen soll – auch in der Wohnung. Der Grund: dadurch soll der Eindruck vermittelt werden, dass man jetzt für eine gewisse Zeit einer Arbeit nachgeht. Vom Gedanken her ähnlich zu der Tatsache, dass man sich morgens direkt anziehen soll, um dynamisch in den Tag starten zu können.

Ich muss zugeben, dass ich mich dieser Idee gar nicht anschließen kann. Ausprobiert habe ich es natürlich, dennoch hat es für mich nicht dieses gewisse Gefühl von „Arbeit erledigen“ hervorgerufen. Wenn wir mal ehrlich sind, trägt man bereits sehr viele Stunden am Tag Schuhe. Für mich bedeutet Zuhause auch, den Füßen mal eine „Pause“ von den Schuhen zu geben. Das ist für mich Freizeit und Freiheit zugleich.

Allein die Tatsache mich morgens direkt anzuziehen hat bei mir ausgereicht, um mir selber zu sagen: „Auf in einen erfolgreichen Tag!“. Die Schuhe haben für mich keinen Mehrwert gebracht und widersprechen da einfach meinem Gedanken von „Zuhause sein“.

Ausmisten in einem Rutsch

Bevor es bei FlyLady an die eigentlichen Routinen und Putzzonen geht, heißt es Entrümpeln. Du hast ja bereits gelernt: Gerümpel kann man nämlich nicht aufräumen.

Ich hatte in einem vorherigen Beitrag erzählt, dass ich mein Zuhause mithilfe von Marie Kondo „Magic Cleaning“ entrümpelt habe. Getreu dem Motto: In einem Rutsch, schnell und perfekt.

FlyLady hat, wie bereits erwähnt, den Ansatz der MINI-Schritte. Jeden Tag ein bisschen statt alles auf einmal. Spart am Tag natürlich Zeit, aber der gesamte Prozess zieht sich natürlich sehr lang hin. Dafür gibt es diverse Methoden: vom 27-Dinge-Wegwerf-Boogie, über Hot Spot Beseitigung bis hin zur 5-Minuten Raumrettung.

Du siehst, dass dort beide Methoden aufeinander treffen, weil sie einen ganz anderen Ansatz verfolgen. Wie du dir vorstellen kannst, bin ich eher eine Verfechterin von Magic Cleaning und ich möchte dir natürlich auch erklären wieso.

Als ich mit dem Ausmisten angefangen habe, begann ich mit meinem Kleiderschrank, indem ich alle Klamotten – inklusive Schuhe und Taschen – ins Wohnzimmer auf einen Haufen warf. Und genau das war bei mir dieser Schlüsselmoment, einfach mal de ganze „Masse“ vor einem zu sehen.

Bei FlyLady würde man das Ausmisten ja so nicht praktizieren, sondern beispielsweise mit dem 27-Dinge-Wegwerf-Boogie durch die Wohnung oder ein bestimmtes Zimmer flitzen und 27 Teile einsammeln. Mir fehlt da ehrlich gesagt dieses Bewusstsein darüber, was man überhaupt alles besitzt. Man bekommt keinen richtigen Überblick, da man einfach wahllos aussortiert.

Feste Plätze für Gegenstände

Neben dem reinen Ausmisten wird im FlyLady-Konzept auch der Eindruck vermittelt, dass Aufräumen zum täglichen Doing wird. Zum Beispiel die oben genannten Hot Spots sollen Stellen in der Wohnung beschreiben, an denen sich aus unerklärlichen Gründen immer Unordnung bildet. Solche Orte kennst du sicher in deiner Wohnung auch. Man kommt nach Hause und schmeißt erstmal alles in eine Ecke.

Bei Marie Kondo habe ich aber gelernt, dass jeder Gegenstand einen festen Platz in der Wohnung hat und man diese nach Benutzung wieder zurückstellen soll. Logischerweise können Hot Spots eigentlich gar nicht entstehen.

Versteh mich nicht falsch – auch ich lege beispielsweise Post manchmal nur auf dem Schreibtisch ab oder lass die Fernbedienung irgendwo liegen. Aber einen richtigen Hot Spot habe ich in meiner Wohnung nicht. Ganz einfach, weil ich es nicht dazu kommen lasse. Wenn man einen Raum verlässt, lässt man den Blick einmal kurz schweifen und räumt gegebenenfalls einzelne Sachen wieder an seinen Platz. Richtiges Aufräumen ist das aber in meinen Augen nicht.

Resümee

Das sind so die drei Grundsätze von FlyLady, die für mich und mein Leben nicht ganz passen, aber das ist auch vollkommen in Ordnung. In dem Buch heißt es extra, dass es dir Richtungen und Möglichkeiten aufzeigt und du schauen sollst, wie du das mit deinem Leben verbindest.

Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt, wenn es richtig mit den Routinen und Putzzonen losgeht. Ich kann mir gut vorstellen, dass Routinen beim Putzen nicht nur Zeit, sondern auch eine Menge Gedanken und Aufwand sparen werden. Das ist bei mir momentan noch relativ unstrukturiert – da gibt es also noch ordentlich Verbesserungspotential!

Hast du das Buch auch gelesen und bist auf Dinge gestoßen, mit denen du nicht so übereinstimmst? Lass gerne einen Kommentar da!

Du willst noch mit einsteigen? Beginne gleich mit den Einsteiger-Basics

Benötigst du zusätzliche Hilfe? Schreib mir gerne.

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> Teil 4: Wieso du die Märtyrer-Haltung ablegen solltest

2 Kommentare

  1. Zelia Gramberg

    Hallo Anja,
    Ich finde deinen Artikel wirklich spannend. Ich habe, so wie du, die Konmari Methode hinter mir. Ich hatte bis jetzt die Erinnerungen nicht in Angriff genommen, weil ich 4 volle Umzugskartons mit Fotoalben habe! Jetzt fange ich mit Flylady an und ich erkenne mich in deine Worte. Mir reicht es auch, mich komplett anzuziehen, mir ist es persönlich wichtig barfuß zu laufen.
    Die Basics sind verinnerlicht, ich hoffe Flylady hilft mir mit Babyschritte die Kategorie Erinnerungen zu beseitigen!

    Ich freue mich deine Erfahrung mit Flylady weiter zu lesen,
    Zelia

    • Hallo Zelia,
      es freut mich, dass ich dir mit meinen Erfahrungen ein bisschen auf deinem Weg helfen kann. KonMari und FlyLady sind für mich wirklich zwei sehr interessante und hilfreiche Methoden, die das Leben soviel einfacher und lebenswerter machen. Ich wünsche dir viel Erfolg bei dem Aussortieren deiner Erinnerungen. Erzähl doch gerne mal, wie es lief. Wir können ja nur voneinander lernen 🙂
      Liebe Grüße, Anja

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