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Die KonMari Methode: 5 Dinge, die ich gelernt habe

Mit Marie Kondo habe ich vor einigen Jahren begonnen mein Leben komplett umzukrempeln. Vieles musste mich während meines persönlichen Aufräumfestes verlassen. Anderes wurde stark hinterfragt und Gewohnheiten angepasst und aufgebaut. Ich entwickelte eine völlig neue Faltmethode für meine Kleidung und fand das ein oder andere vergessene Teil wieder. Nach ein paar Jahren ist es nun Zeit für eine Art Update und daher soll es in diesem Beitrag um die Langfristigkeit der KonMari Methode gehen. Was hat sich aufgrund der KonMari Methode in meinem Leben und in meinem Denken verändert? Und wie wurde sie zu einer Art Lebenseinstellung von mir? Nachfolgend meine 5 Punkte, die ich von Marie Kondo und ihrer Methode für mich und mein Leben mitgenommen habe.

Punkt 1: Kontinuierliche Anwendung der KonMari Grundsätze

Die Grundsätze von Marie Kondo, sowohl die generellen als auch die spezifischen für den Kleiderschrank halte ich weitestgehend bei. Alle Gegenstände haben bei mir Zuhause einen festen Platz und kommen nach Benutzung brav dorthin zurück. Auch meine Kleidung „steht“ noch in Schubläden und Boxen und fühlt sich pudelwohl. Das alles gibt mir Ruhe und Durchblick, weil ich einfach weiß, wo ich was finde. Die Grundsätze von Marie Kondo geben mir persönlich eine Art Rahmen im Alltag, in dem ich mich gut bewegen kann.

90% Füllmenge in den Schubladen (KonMari)
„Stehende“ Kleidung in den Schubladen als wichtiger Grundsatz der KonMari Methode

Punkt 2: Die Bedeutung von materiellem Besitz

Durch das Aufräumfest und das damit verbundene Ausmisten habe ich meinen Besitz sehr stark hinterfragt und auch reduziert. Warum besitze ich bestimmte Dinge? Warum habe ich sie ursprünglich gekauft? Warum habe ich Kleidungsstücke, die ich nie getragen habe? Wozu benötige ich Küchengeräte, die ich in den letzten Jahren nie genutzt habe? Ich habe dadurch eine Art neues Mindset bekommen. Ich spreche materiellen Dingen nicht mehr eine so große Bedeutung zu. Lieber fokussiere ich mich auf soziale Beziehungen, Erlebnisse und Erinnerungen und meine Persönlichkeitsentwicklung.

Reisen sind ein sehr bedeutsamer Teil unseres Lebens, für den wir gerne Geld investieren. Hier zum Beispiel für unseren Roadtrip durch Lappland.

Auch heute finde ich noch Dinge, die ich verkaufe und / oder weggebe. Das Aufräumfest lebt also weiter, wenn auch nicht mehr in so Massen wie früher. Ich denke aber, dass das auch normal ist. Schließlich ändern sich Geschmäcker. Es ist einfach wichtig am Ball zu bleiben und überlegt vorzugehen. An der Stelle möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass es keinerlei Vorgabe gibt, wie viel ein Mensch besitzen sollte. Bitte vermeide es einer Anzahl von Dingen hinterher zujagen. Du wirst im Internet so viele tolle Ratgeber finden, die dir Zahlen empfehlen. Im Endeffekt kannst du nur wissen, wie viel du benötigst. Schaffe dein eigenes Verständnis von Besitz. Wie viel ist für dich genau richtig?

Bei mir selber merke ich, dass dieser Punkt noch nicht erreicht ist. Aber ich merke mit jedem Teil das geht, dass ich befreiter werde und mich auf dem richtigen Weg befinde. Das Aufräumfest hat bei mir auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen, nämlich, dass ich so viel wie damals nie wieder besitzen möchte.

Punkt 3: Glück durch bewussteren Konsum

Bewusster und ausgewählter Konsum ist momentan in aller Munde und ein sehr großes Thema. Durch Marie Kondo wurde das für mich auch immer wichtiger mit der Zeit. Mittlerweile kaufe ich deutlich bewusster ein als noch zu früheren Zeiten. Ich versuche Impulskäufe und Käufe bei Sonderaktionen zu vermeiden. Zusätzlich plane ich vor jedem Kauf längere Überlegensphasen ein. Viele „Beinah-Einkäufe“ erledigen sich dann von selbst. Ehrlicherweise muss ich auch zugeben, dass mich ein gewisser Stolz packt, wenn ich ohne etwas gekauft zu haben, nach Hause zurückkehre.

Mein neues Verhalten und Denken hat sehr viel mit dem Thema Glück zu tun. Bei Marie Kondo ist es eine zentrale Frage: „Macht mich dieser Gegenstand glücklich?“ Wir sollen uns mit Dingen umgeben, die uns glücklich machen und Freude ins Haus bringen. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es durchaus einen Unterschied zwischen Glück und Gefallen gibt. Früher hatte ich in meiner Vitrine beispielsweise eine Porzellan-Etagere und Sektgläser. Dies ist inzwischen alles nicht mehr da. Stattdessen habe ich geschlossene Schränke und nur sehr ausgewählte Dekostücke, wie beispielsweise diese Vasen oder schöne, große Bilder.

Vasensammlung
Ausgewählte Dekoration, die mir jeden Tag Freude bereitet. Gemäß Konmari eins der wichtigsten Kriterien bei unseren Besitztümern.

Neue Dinge kaufe ich mir nur, wenn ich absolut von ihnen überzeugt bin. Sobald sich negative Assoziationen und Gefühle auftun, lasse ich die Finger davon. Hör auf dein Bauchgefühl!

Punkt 4: Nachhaltigkeit und Langfristigkeit

Unter diesem Punkt würde ich dir gerne die Pyramide des nachhaltigen Konsums vorstellen. Viele Menschen möchten heutzutage bewusst nachhaltiger leben und konsumieren und diese Übersicht zeigt die Möglichkeiten sehr gut auf. Sie ist unterteilt in 7 Schritte.

Nachbildung der Pyramide des nachhaltigen Konsums
  1. Nutze, was du hast: Frage dich, ob du wirklich neue Schuhe brauchst, obwohl die anderen noch tadellos sind. Viele Neuanschaffungen sind unnötig, weil wir sowieso Dinge weiter nutzen, die wir ohnehin besitzen und mögen.
  2. Reparieren: Statt Dinge direkt zu entsorgen, wenn etwas hakt, sollte man immer einen Versuch unternehmen, es zu reparieren. Sei es alleine oder mit professioneller Hilfe.
  3. Selber machen: DIY ist im Trend. Vieles kann man ganz einfach und meistens sogar günstiger selber machen. So spart man nicht nur Geld und Plastik, sondern freut sich auch noch darüber, etwas selber hergestellt zu haben.
  4. Ausleihen und teilen: Nicht jeder muss alles besitzen. Bei vielen Dinge macht es Sinn, sie sich mit Familie, Freunden oder Nachbarn zu teilen. So wird das Material und Energie für ein und dasselbe Teil viel besser genutzt.
  5. Tauschen statt wegwerfen: Nur weil du etwas nicht mehr benötigst oder haben willst, heißt das nicht, dass jemand anderes es nicht super gebrauchen könnte. Im Internet gibt es unzählige Tauschbörsen, wo man etwas für sich Überflüssiges gegen etwas Nützliches tauschen kann.
  6. Gebraucht kaufen: Eine super Alternative zu neu kaufen, da keine neuen Rohstoffe und Energie benötigt werden. Als netten Nebeneffekt spart man meistens sogar noch Geld.
  7. Neu kaufen: Wenn alle Möglichkeiten nicht funktionieren, bleibt nur das neu kaufen. Dann aber gerne umweltfreundlich und fair. Nimm gerne etwas mehr Geld in die Hand für regionale und fair produzierte Produkte, von denen du lange etwas hast.

Punkt 5: Interesse am Minimalismus

Wenn man sich grundsätzlich mit den Themen Ausmisten, Ordnung und Materialismus auseinander setzt, stößt man früher oder später auf das Thema Minimalismus. Dabei beschreibt Minimalismus nicht nur den materiellen Besitz, sondern bezieht sich auch auf digitalen Besitz und sogar die Anzahl sozialer Beziehungen. Durch den Minimalismus hinterfrage ich mittlerweile sehr viele Bereiche meines Lebens. Der materielle Minimalismus war für mich der erste Schritt. Dadurch merkte ich, dass ich mich freier, gelöster und entspannter fühlte. Räume wirken deutlich größer, luftiger und haben eine ganz andere Atmosphäre. Wie gesagt, Minimalismus ist sehr vielschichtig, aber Marie Kondo und ihre KonMari Methode hat bei mir grundsätzlich das Interesse dafür vermittelt.

Fazit

Das waren sie nun, die 5 Aspekte, die ich von Marie Kondo und ihrer KonMari Methode für mich und mein Leben mitnehmen durfte. Meiner Meinung nach sind das alles sehr positive Veränderungen, die mich meinem persönlichen Glück immer ein Stück näher bringen.

Sicher dir die Bücher von Marie Kondo hier: Teil 1 und Teil 2.

Achtest du auch bereits auf einen bewussteren Konsum? Wonach entscheidest du, wann du dir etwas Neues gönnst? Schreib das gerne mal in die Kommentare. Bin sehr gespannt auf deine Erfahrungen. Wenn du weitere Erkenntnisse aus der KonMari Methode für dich ziehen konntest, dann teile auch diese gerne mit uns.

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