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Frisch in den Frühling: Tipps für den Frühjahrsputz

Wenn du meine Seite bereits ein bisschen kennst, weißt du, dass ich spätestens seit FlyLady kein Fan mehr vom Frühjahrsputz bin. FlyLady’s Prinzip ist ja das „Putzen nach Zonen„, sprich du putzt eine Woche lang eine Zone sehr gründlich. So wird jeder Bereich alle paar Wochen intensiv gereinigt und hartnäckiger Schmutz kann nicht entstehen. Eigentlich! Denn was FlyLady auch sagt ist, dass halb geputzt besser ist als gar nicht geputzt. Und so kann es natürlich doch sein, dass die ein oder andere Ecke nicht ganz perfekt geputzt ist. Eine abgespeckte Form des Frühjahrsputzes kann hier Abhilfe schaffen. Und da Mittwoch Frühlingsanfang war, könnte es gar keine bessere Zeit geben als JETZT. Darum habe ich dir eine Art Checkliste zusammengeschrieben mit Bereichen, die zum Frühlingsbeginn nochmal eine Reinigung verdient hätten.

Die Grundreinigung

  1. Ausmisten: Vor jedem Putzen gilt es auszusortieren. Auch wenn du schon sehr fleißig ausgemistet hast, wird es immer noch Dinge geben, die deine Wohnung verlassen können. Zu jedem Frühjahrsputz gehört neben einer gründlichen Reinigung auch eine gute Entrümplungsaktion. Insbesondere bei den Bereichen Kleidung, Kosmetik und Lebensmittel wird man eigentlich immer fündig.
  2. Der Frühling kommt und damit auch die ersten Sonnenstrahlen. Nutze die Gelegenheit, um in allen Räumen die Fenster zu putzen und die Gardinen zu waschen.
  3. Der Albtraum aller Hausfrauen? Richtig Staub! Nachdem nun die Sonne ganz wunderbar durch die frisch geputzten Fenster in deine Wohnung scheint, heißt es Staubwischen. Und zwar gründlich und in Ecken, die sonst gegebenenfalls vernachlässigt werden. Offene Regale, Fensterbänke, Türrahmen, Lampenschirme und Heizkörper sind typische Stellen, die du in Angriff nehmen solltest. Auch wenn Staubwedel einiges an Staub aufnehmen, würde ich für die Frühjahrsputzaktion einen feuchten Lappen empfehlen, um einmal gründlich sauber zu machen.
  4. Widmen wir uns nun dem Boden. Mit Sicherheit saugst du eh regelmäßig, trotzdem heißt es auch hier: alles nochmal absaugen. Wenn du Teppiche hast, solltest du sie im besten Fall mit speziellen Teppichreinigern säubern. Ich selber habe keine Teppiche – habe ich ehrlicherweise nie vermisst.
  5. Wir bleiben bei den Böden. Wische einmal durch alle Räume. Für Fliesen kannst du einen normalen Allzweckreiniger nehmen. Für Laminat oder Parkett gibt es spezielle Reiniger und gerade bei Holzböden den Lappen nicht zu nass machen, sonst könntest du den Boden beschädigen.

Die Küche

  1. Der Klassiker hier ist glaube ich der Backofen. Hier liegt die Entscheidung bei dir, ob du einen chemischen Reiniger nutzt oder auf Hausmittel, wie beispielsweise Natron setzt. Es empfiehlt sich, den Backofen sowie alle Bleche und Gitter mit dem Reiniger einzusprühen und mit Frischhaltefolie einzuwickeln. Lass das Ganze über Nacht einwirken und wisch am nächsten Tag nass drüber.
  2. Bei der Gelegenheit kannst du dir auch direkt die Mikrowelle vornehmen. Ich habe glücklicherweise eine Mikrowelle, die sich mit Wasserdampf selbst reinigt. Aber selbst bei herkömmlichen Mikrowellen bekommst du den Schmutz mit einem feuchten Lappen gut weg.
  3. Im besten Fall hast du zu Beginn auch Lebensmittel aussortiert, sodass du nun relativ einfach den Kühlschrank säubern kannst. Auch hier einfach mit einem feuchten Lappen über die Oberflächen wischen.
  4. Solltest du Oberschränke haben, die nicht bis zur Decke gehen – so wie ich leider – musst du auch hier gut saubermachen. Durch das Kochen setzt sich hier auch Fett ab. Nachdem du die Schränke gut gereinigt hast, leg am besten Küchenrolle oder Zeitungspapier aus. So musst du es beim nächsten Mal nur kurz auswechseln, aber nicht erneut putzen.
  5. Eine Sache, die ich wirklich ungerne mache, ist die Reinigung der Dunstabzugshaube. Achte darauf, den Filter in warmes Wasser mit Spülmittel zu legen und ihn anschließend gut trocknen zu lassen.
  6. Wenn du gerade schon mal in der Nähe des Herdes bist, wische kurz über die Fliesen, um etwaige Fettspritzer zu entfernen und putze anschließend direkt den Herd.
  7. Als Letztes kannst du in der Küche noch den Wasserkocher und die Kaffeemaschine entkalken. Ich empfehle hier Zitronensäure. Das klappt meiner Erfahrung nach am besten.

Das Badezimmer

  1. Das komplette Bad putze ich jede Woche gründlich. Was ich dir für einen Frühjahrsputz aber empfehlen würde, ist einmal die kompletten Fliesen zu reinigen. Das mache ich auch nicht jedes Mal und das bietet sich jetzt sehr gut an.
  2. Anschließend kannst du prüfen, ob das Wasser noch gut abläuft und notfalls etwas Abschlussreiniger reingeben.

Das Wohn- und Schlafzimmer

  1. Den Frühjahrsputz kannst du nutzen, um dein Sofa einmal gründlich zu reinigen.
  2. Anschließend solltest du sämtliche Decken und Kissenbezüge einmal waschen.
  3. Neben dem Wechseln der Bettwäsche, was aber natürlich regelmäßig gemacht werden sollte, empfehle ich dir den Matratzenschoner in die Waschmaschine zu tun.

Selbstlob stinkt – nicht!

Auch wenn die Checkliste noch recht übersichtlich aussieht, so braucht ein Frühjahrsputz doch Zeit. Plane lieber etwas zu viel Zeit ein als zu wenig. Stress ist hier auch nicht hilfreich. Nutze meine Checkliste gerne als Orientierung und passe sie an deine Gegebenheiten an. So kannst du nach und nach die Punkte abhaken und siehst den Fortschritt.

Vergiss nicht – Putzen ist körperliche Arbeit. Denke an ausreichend Pausen, gönn dir eine Tasse Tee und vergiss das Essen nicht! 🙂 Nimm dir die Zeit nach einem fertig geputzten Raum dein Werk stolz zu betrachten und dich für deine Arbeit zu loben.

Machst du jedes Jahr einen Frühjahrsputz? Wie sieht das bei dir aus? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.

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