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FlyLady Reihe: Teil 9 – FlyLady als langfristige Lösung und positive Entwicklungen (Rückblick)

Mit diesem Beitrag endet meine erste Blog-Reihe, die mir wahnsinnig viel Spaß, Freude und interessanten Austausch beschert hat. FlyLady, ein Aufräum- und Organisationsprogramm für den perfekten Haushalt, hat mein Leben nachhaltig verändert und umso mehr freute es mich, dich auf dieser Reise mitzunehmen. Es wird Zeit, alles einmal Revue passieren zu lassen und sich all die positiven Veränderungen und Entwicklungen vor Augen zu führen.

MINI Schritte

 Ich erinnere mich gerne an den Tag zurück, an dem ich das erste Mal die Küchenspüle tiefenrein putzte und am nächsten Morgen in der Küche stand. Allein dieser kleine Schritt machte in der Wahrnehmung so einen großen Unterschied, dass ich wusste, ich bin auf dem richtigen Weg. Bei FlyLady geht es viel um MINI-Schritte, sprich kleine, regelmäßige Handlungen, die man in den Alltag einbaut. Als besonders einfach für den Einstieg ist neben dem Putzen der Küchenspüle das Rauslegen der Kleidung für den nächsten Tag. Kleiner Aufwand – große Zeitersparnis!

Routinen und Wochenpläne

Aus diesen ersten MINI-Schritten werden schnell erste kleine Routinen. Das sind Abläufe, Aufgaben oder Prozesse, die sich regelmäßig wiederholen. Routinen helfen dir Dinge automatisch zu tun und dadurch deutlich effektiver und effizienter zu werden. Ich habe mir mittlerweile eine Morgen- und Abendroutine sowie einen Wochenplan erstellt. Es hat einige Runden gebraucht, bis alles, was ich mir theoretisch ausgedacht habe, auch praktisch gut umsetzbar war, aber mittlerweile bin ich sehr zufrieden. Auch hier heißt es „Am Ball bleiben“. Durchschnittlich 66 Tage braucht es, bis Abläufe eine Routine werden. Mittlerweile weiß ich genau, was ich an welchem Tag zu erledigen habe und genieße dadurch eine dauerhaft ordentliche und saubere Wohnung.

Putzen nach Zonen

Hinzu kommt noch das „Putzen nach Zonen“ – quasi FlyLady’s Antwort auf den so gehassten Frühjahrsputz. Statt einmal die komplette Wohnung zu putzen, unterteilst du deine Wohnung in 5 Zonen, die du jeweils eine Woche lang intensiv putzt. Und das nur 15 Minuten am Tag. Auch wenn ich zu Beginn dachte, das ist ja nicht wirklich viel Zeit für eine ganze Zone, kann ich jetzt sagen, 15 Minuten können verdammt lang sein. Und wenn du konzentriert arbeitest, kriegst du eine Menge geschafft. Für mich ist Putzen nach Zonen DIE Lösung und ich kann es dir nur wärmstens empfehlen! Das sind 15 Minuten täglich, die sich super lohnen.

Deine Grundsätze

Natürlich gibt es auch Dinge, die mich nicht überzeugt haben und die ich nicht in meinen Alltag integriere. Das Entscheidendste ist wahrscheinlich die Tatsache, dass ich für die Hausarbeit keine Schuhe anziehe. Laut FlyLady sollte man sich festes Schuhwerk zulegen, da man so besser in einen „Arbeitsmodus“ kommt. Ehrlicherweise glaube ich sogar, dass da was dran ist. Dennoch habe ich mich dagegen entschieden, weil ich finde, Füße sollten auch mal eine Pause haben. Wenn nicht Zuhause, wann dann? Für mich bedeutet barfuß durch die Wohnung zu laufen ein Stück Freiheit und das möchte ich mir nicht nehmen lassen. Und wenn man entschlossen ist die Hausarbeit zu erledigen, geht das meiner Meinung nach auch ohne Schuhe.

Die Märtyrer-Haltung

Damals als ich das Buch gelesen habe, war für mich das interessanteste Kapital das über die Märtyrer-Haltung. Und auch rückblickend finde ich dieses Kapitel sehr inspirierend. Schlüsselsätze hier waren: „Der Ton macht die Musik“ und „Sei ein Vorbild“. Unsere Mitmenschen können wir am allerbesten zur Mithilfe im Haushalt überreden, in dem wir erstens höflich und freundlich sind und zweitens als gutes Vorbild voran gehen. Beschwere dich nicht, wenn dein Partner die Spülmaschine nicht ausräumt. Steh auf und räum sie selber aus. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es nur ein paar Tage dauert, bis deine Mitmenschen das Gefühl beschleicht, sie sollten dir helfen. Und das aus eigener Motivation, was bekanntlich am besten ist. Löse dich auch davon, dass der gesamte Haushalt 50/50 geteilt sein muss. Gleichberechtigung schön und gut, aber jeder hat seine Aufgabe und Berechtigung im Haushalt. Und solang beide mit anpacken, ist es ja eigentlich auch egal, wer nun welche Tätigkeit macht.


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Positive Veränderungen

Durch FlyLady hat sich einiges geändert und ich habe Vieles gewonnen – in allererster Linie Zeit. Zeit für meine Mitmenschen, Zeit für mich, einfach Zeit für das Leben.

  1. Ich habe mehr Zeit – oder neudeutsch „Quality Time“
    Besitz frisst nicht nur unsere Aufmerksamkeit, sondern auch viel Zeit. Ohne das Ausmisten hätte ich deutlich mehr Gegenstände gehabt, um die ich mich hätte kümmern müssen. Nun weiß ich, was ich besitze und wo es zu finden ist. Die Hausarbeit geht durch die Routinen viel schneller und effizienter von statten, sodass ich eine Menge an Zeit gewinne.
  2. Ich fühle mich frei
    Weniger Besitz entlastet nicht nur physisch, sondern auch mental. In einem aufgeräumten Zuhause wohnt ein aufgeräumter Geist.
  3. Ich spare Geld
    Durch das Entrümpeln besitze ich mittlerweile nur geliebte Dinge. Damit das auch so bleibt, wäge ich jeden Einkauf sehr genau ab und kaufe nur noch ausgewählt ein. Wenn ich etwas nicht zwingend benötige, warte ich lieber eine Zeit lang und stelle häufig fest, dass ich auch verzichten kann und somit kein Geld ausgeben muss.
  4. Ich probiere Neues aus
    Die neu gewonnene Zeit kann ich nun wunderbar nutzen, um Neues auszuprobieren und die Welt zu entdecken. Wer mehr Zeit zur Verfügung hat, wird auch kreativ, wie man diese bestmöglich nutzen kann.
  5. Ich habe meinen Lebensstil gefunden
    Ehrlicherweise finden viele meine Wochenpläne und Essenslisten übertrieben. Anfangs fühlte ich mich etwas angegriffen; fand ich doch, dass es genau der richtige Weg sei. Mittlerweile rede ich da offen drüber. Jeder hat seine eigene Meinung, die man akzeptieren sollte. Wichtig ist nur, dass diese Methoden für mich passen und mein Leben ungemein vereinfachen. Das ist die Hauptsache und das Einzige, was zählt.

Schlusswort

An dieser Stelle nur noch ein kurzes Schlusswort von meiner Seite. Ich hoffe wirklich sehr, dass dir diese Blog-Reihe genauso gefallen hat wie mir und du im besten Fall einiges für dich selber übernehmen konntest. Mit Sicherheit werden sich Routinen auch nochmal ändern. Spätestens, wenn Kinder irgendwann da sind. Das Entscheidende ist aber, dass ich mit FlyLady ein Konzept an die Hand bekommen habe, um auch dann den Haushalt im Griff zu haben.

Erzähle mir doch gerne, wie deine Erfahrungen sind und vielleicht hast du sogar einen Wunsch für eine nächste Blog-Reihe? Schreib mir gerne.

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(Hinweis: Die Links in diesem Beitrag sind sogenannte Amazon Affiliate Links. Bei einem Kauf über diesen Link wird der Autor in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt.)

2 Kommentare

  1. Liebe Anja, danke für diesen wunderbaren Blog. Obwohl ich das Buch nicht gelesen habe, habe ich nun eine sehr gute Vorstellung darüber.
    Auch ich halte das Führen von Listen für eine wichtige Aufgabe. Sie helfen uns die Dinge zu strukturieren, und und selbst auf das Notwendige zu fokussieren. Im Beruf könnte ich gar nicht mehr ohne meine To-do Listen leben, Warum also nicht auch für das Privatleben und den Haushalt?
    Herzliche Grüße
    Johanna

    • Liebe Johanna, genau das war damals auch mein Gedanke! Im Büro schaffen es viele Menschen sich zu organisieren, aber in den eigenen vier Wänden klappt es nicht so richtig. Da helfen solche Listen wahre Wunder. Freut mich, dass die Blogeinträge dir einen guten Eindruck gegeben haben. Liebe Grüße, Anja

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