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Black Friday | 4 Tipps um Werbung und Kaufsucht zu widerstehen

Am 27.11.2020 ist wieder Black Friday. Das bedeutet für uns Konsumenten, dass wir wieder Werbung und potentiellen Schnäppchen ausgesetzt sind. Ich persönlich habe eine eher kritische Meinung zum Black Friday. Das liegt einerseits an der sehr aggressiven Werbung und andererseits an dem dadurch vermittelten Konsumgedanken.

Ich möchte diesen Beitrag gerne dazu nutzen dir zu erklären, in welchen Bereichen uns Werbung beeinflusst und dir ein paar Tipps auf den Weg geben, dieser zu widerstehen.

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Beeinflussung der Werbung | Black Friday

Werbung beeinflusst unser Leben in Gänze. Sie zeigt uns als Kunden ein Problem und erstellt somit einen künstlichen Mangel. Wir fangen an zu glauben, dass wir etwas benötigen, um dieses Problem zu beheben. Passenderweise zeigt uns die Werbung direkt eine Lösung, meistens in Form eines Produktes, welches wir käuflich erwerben können. Werbung und Konsum wird somit immer als etwas Notwendiges und Positives dargestellt. Was dabei jedoch nie gezeigt wird, ist, inwieweit uns Werbung und Konsum einschränkt.

Marie Kondo

Einschränkung durch Werbung und Konsum

  1. Persönlichkeit: Jeder Mensch hat sich gegenüber bestimmte Werte und Glaubenssätze, nach denen er oder sie lebt. Werbung suggeriert uns allerdings sehr häufig ein anderes Bild. Im Bereich Schönheit und Aussehen ist das besonders auffällig. Volles Haar, strahlende Haut und ein makelloser Körper. Durch solche Ideale bröckelt unser Selbstbild, das Selbstbewusstsein sinkt und letztlich stirbt unsere Selbstliebe. Wir empfinden uns als nicht mehr genug und werden empfänglich für Produkte, die Besserung versprechen.
  2. Finanzen: Ständiger Konsum geht natürlich auch ins Geld. Wir kaufen Dinge, von denen wir vorher nicht wussten, dass sie existieren bzw. dass wir sie brauchen. Auf Dauer schluckt das Unmengen an Geld. Leider verfallen viele Menschen in eine wahre Kaufsucht und es können Schulden in immens hohen Summen entstehen. Ganze Leben können so erstmal zerstört werden.
  3. Lebensraum: Die Tendenz geht dahin, dass Menschen durchschnittlich auf immer mehr Quadratmetern wohnen. Ein Grund ist auch hier der Konsum. Schränke, die aus allen Nähten platzen, Kommoden, die sich nicht mehr schließen lassen und Keller, die man nicht mehr betreten kann, sind leider keine Seltenheit. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass zu viel Besitz auch unglücklich und psychisch krank machen kann.

Mit diesen Beispielen möchte ich einfach sagen, wie gefährlich Werbung sein kann und dass wir die Wirkung und möglichen Folgen auf uns und unser Leben nie unterschätzen sollten. Insbesondere so Tage wie Black Friday bergen diese Gefahren.

Konsum und Materialismus als Konvention

4 Tipps, um Werbung und Kaufsucht zu widerstehen | Black Friday

Tipp 1: Umgib dich mit Dingen, die du liebst

Hierin findet sich der Ansatz von Marie Kondo wieder. Wenn du mit deinem Besitz rundum zufrieden bist und jedes Teil liebst, ist der innere Impuls nach Neuen gleich geringer.

Tipp 2: Vermeide Werbung so gut es geht (Black Friday)

Werbung passiert in den seltensten Fällen bewusst. Stattdessen spricht es dein Unterbewusstsein an, vor allem, wenn du nicht aktiv darauf achtest. Wenn du beispielsweise den Fernseher nebenbei laufen hast, kann dein Bewusstsein zwar währenddessen ein Computerspiel schauen, aber dein Unterbewusstsein bekommt die Werbung dennoch mit. Du kannst Werbung nicht gänzlich ausblenden. Deshalb solltest du sie soweit möglich reduzieren, beispielsweise indem du kein klassisches Fernsehen mehr schaust.

Tipp 3: Kaufe anhand von Listen ein

Bei Lebensmitteln schreiben sich viele Leute bereits heutzutage eine Einkaufsliste. Dadurch kauft man nichts Unnötiges ein und kann im besten Fall sogar an diesen wunderschönen Aktionsständen mitten im Gang vorbeigehen. Zudem spart es natürlich viel Zeit. Wir nutzen dafür übrigens die App Bring! (Werbung aus Überzeugung)

Bei anderen Anschaffungen oder größeren Wünschen kann es genauso Sinn machen sich eine Art Wunschliste anzulegen. Wenn man dann auf gewisse Rabattaktionen oder Prozente, bspw. am Black Friday, stößt, ist es durchaus sinnvoll diese dann günstiger zu erwerben.

Tipp 4: Frage dich: Würde ich es zum vollen Preis kaufen?

Dieser Tipp ist so kraftvoll und er vermeidet sämtliche Impulskäufe, die man nur aufgrund des Preises tätigen würde. Wenn ich mich zurück erinnere, ist noch nie ein reduziertes Kleidungsstück mein Lieblingsteil geworden. Bei diesen Teilen ging es nur um den Preis. Wenn du von einem Produkt, einer Dienstleistung oder einfach einer Idee 100% überzeugt bist, dass du den „normalen“ Verkaufspreis gerechtfertigt findest, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass es kein reiner Impulskauf ist.

Tipp 5: Bringe dich nicht in Versuchung

Vermeiden ist natürlich nicht immer die beste Lösung. Trotzdem finde ich es legitim und auch sinnvoll, sich nicht unnötig oft diesen Reizen auszusetzen. Am Black Friday kommt man natürlich kaum vorbei, da eigentlich überall Werbung geschaltet wird. Den Bummel durch die Stadt muss man aber durchaus nicht jedes Wochenende machen. Da gilt das Motto: Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß!

Weitere Inspiration

Passenderweise ist ein Tag nach Black Friday der Kauf-nix-Tag am 28.11.2020. Jetzt kann man natürlich sagen, was genau bringt das, wenn ich einen Tag nichts kaufe? Dann kaufe ich es eben am Montag danach. Das ist korrekt. Trotzdem finde ich diesen Tag sehr geeignet, um über das Thema Konsum und Werbung zu reflektieren und sich selbst einmal zu hinterfragen.

Zusätzlich habe ich noch eine Buchempfehlung für dich und zwar das Buch „Ich kauf nix“ von Nunu Kaller. In dem Buch berichtet Nunu ein ihrem Selbstexperiment 1 Jahr lang nichts zu kaufen. Ich habe es sehr gerne gelesen und fand es super interessant zu sehen, wie Nunu anfing Mode und Herstellungsprozesse zu hinterfragen, bis hin zu: Kann ich Mode selber machen? Gerade jetzt, wo Black Friday vor der Türe steht, ist das wirklich eine geeignete Lektüre. Bestell dir das Buch gerne hier.*

Ich kauf nix | Black Friday
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Fazit

Wir alle müssen uns entscheiden, was im Leben wirklich wichtig ist.

Du bist nicht die Jacke, die du trägst und nicht die Summe der Teile, die du besitzt!

Wir sollten deutlich reflektierter leben, bewusster konsumieren und verstehen lernen, dass man Glück nicht kaufen kann. Das entsteht und kommt allein von innen!

Schreib mir deine Gedanken zu dem Thema Werbung, Konsum und Black Friday gerne in den Kommentare.

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